Taras Schewtschenko

Der Grosse Ukrainische Dichter

кріпаки ). Sehr fruh verlor der junge die Eltern. Man nahm ihn zum Hof
des Hern und er solte mit ihm zuerst nach Wilno, dann nach Petersburg
reisen. Auch in der Hauptstadt Russlands blieb Schewtchenko der Sklave
(раб). Und nur dank der kunstlerischen Intelligenz erhielt der 24
jahrige Taras am 22.April 1838 die Freiheit und damit auch das Recht
(право), an der Akademie der Kunste zu studieren.

Ein begabter Maler, der Schuler von Karl Brjullow, beschaftigte sich
Schewtchenko auch mit dem poetischen Schaffen gern. Er schrieb Balladen,
Gedichte, lyrische Lieder. Seine bedeutendste Dictung der damaligen Zeit
war “Die Haidamaken”. Die Gestalt des Volkssangers – des Kobsars – gab
den Titel seiner ersten Gedichtsammlung, die im Jahre 1840 in
Petersburg herausgegeben wurde.

Schewtschenko zehn lange Jahre. Nach der Befreiung durfte er aber in die
Ukraine nicht mehr zuruckkehren. Er lebte in Petersburg und arbeitete
an der zweiten Ausgabe (видання) des “Kobsar”, schreieb neue Werke,
bereitete die Fibel (буквар) fur die ukrainischen Schulen vor,
beschaftigte sich mit dem Stich (гравюра).

Aber sein freies Leben dauerte nicht lange. Am 10. Marz 1861 starb
Schewtschenko. Nach seinem Wunsch und Vermachtnis (заповіт) wurde er in
der weiten Steppe der geliebten Ukraine am hohen Ufer des Dnipros
beigesetzt.

T.H. Schewtschenko und seine Werke wurde zum Symbol der Befreiung
und Unabhangigkeit des ukrainischen Volkes, dem er sein ganzes Leben
gewidmet hatte. Zu einer echten Nationalhymne wurde das Gedicht
“Vermachtnis”, das schon in den sechziger Jahren des vorigen
Jahrhunderts von den Kimponisten M. Lysenko und M. Werbytzky in Musik
gesetz wurde (покладенно на музику).

ЗАПОВІТ Vermachtnis

Як умру , то поховайте

Мене на могилі,

Серед степу широкого,

На Вкраїні милій,

Щоб лани широкополі,

І Дніпро, і кручі

Було видно, було чути,

Як реве ревучий.

Як понесе з України

У синєє море

Кров ворожу… отойді я

І лани і гори

Все покину, і полину

До самого бога

Молитися . . . а до того

Я не знаю бога.

Поховайте та вставайте

Кайдани порвіте

І вражою злою кров’ю

Волю окропіте.

І мене в сім’ї великій,

В сем’ї вольній новій,

Не забудьте пом’янути

Незлим тихим словом Wenn ich sterbe,

Solt zum Grab ihr

Der Kurgan mir bereiten

In der lieben Ukraine,

Auf der Steppe, der breiten,

Wo man weite Felder sieht,

Den Dnijepr und seine Hange,

Wo man horen kann sein Tosen,

Seine wilden Sange.

Wennaus unserer Ukraine

Zum Meer dann, zum blauen,

Treibt der Feinde Blut, verlass ich

Die Berge und Auen,

Alles lass ich dann und fliege

Empor selbst zum Herrgott,

Und ich bete . . . Doch bis dahin

Kenn’ ich keinen Hergott!

So begrabtmich und erhebt euch!

Die Ketten zerfetzet!

Mit dem Blut der bosenFeinde

Die Freiheit benetzen!

Meiner sollt in der Familie,

In der grossen, ihr gedenken,

Und sollt in der freien, neuen

Still ein gutes Wort mir schenken.

PAGE

PAGE 3

Die Schulerin der Mittelschule N56

Elina Slutschenkowa

Похожие записи