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на тему:

Myokardinfarkt

Der Herzinfarkt oder Myokardinfarkt ist eine akute und
lebensbedrohliche Erkrankung des HYPERLINK
«http://de.wikipedia.org/wiki/Herz» \o «Herz» Herzens . Eine in der
HYPERLINK «http://de.wikipedia.org/wiki/Humanmedizin» \o «Humanmedizin»
Humanmedizin gebraeuchliche Abkuerzung ist AMI (acute myocardial
infarction). Es handelt sich um Absterben oder Gewebsuntergang (
HYPERLINK «http://de.wikipedia.org/wiki/Infarkt» \o «Infarkt» Infarkt )
von Teilen des HYPERLINK «http://de.wikipedia.org/wiki/Herzmuskel» \o
«Herzmuskel» Herzmuskels (Myokard) auf Grund einer
Durchblutungsstoerung ( HYPERLINK
«http://de.wikipedia.org/wiki/Isch%C3%A4mie» \o «Ischaemie» Ischaemie
), die in der Regel laenger als 20 Minuten besteht.

HYPERLINK «http://de.wikipedia.org/wiki/Leitsymptom» \o «Leitsymptom»
Leitsymptom des Herzinfarktes ist ein ploetzlich auftretender, mehr als
20 Minuten anhaltender und meist starker HYPERLINK
«http://de.wikipedia.org/wiki/Schmerz» \o «Schmerz» Schmerz im
Brustbereich, der in die HYPERLINK
«http://de.wikipedia.org/wiki/Schulter» \o «Schulter» Schultern ,
HYPERLINK «http://de.wikipedia.org/wiki/Arm» \o «Arm» Arme ,
HYPERLINK «http://de.wikipedia.org/wiki/Unterkiefer» \o «Unterkiefer»
Unterkiefer und HYPERLINK «http://de.wikipedia.org/wiki/Oberbauch» \o
«Oberbauch» Oberbauch ausstrahlen kann. Er wird oft von
Schweissausbruechen, Uebelkeit und evtl. Erbrechen begleitet. Allerdings
treten bei etwa 25 % aller Herzinfarkte nur geringe oder keine
Beschwerden auf. Im Gegensatz zum HYPERLINK
«http://de.wikipedia.org/wiki/Angina_Pectoris» \o «Angina Pectoris»
Angina Pectoris -Anfall kommt es beim Herzinfarkt immer zum kompletten
Gewebsuntergang eines Teils des Herzmuskels, in den meisten Faellen
durch HYPERLINK «http://de.wikipedia.org/wiki/Blutgerinnsel» \o
«Blutgerinnsel» Blutgerinnsel in einer HYPERLINK
«http://de.wikipedia.org/wiki/Arteriosklerose» \o «Arteriosklerose»
arteriosklerotisch veraenderten Engstelle eines HYPERLINK
«http://de.wikipedia.org/wiki/Herzkranzgef%C3%A4%C3%9F» \o
«Herzkranzgefaess» Herzkranzgefaesses . In der Akutphase eines
Herzinfarktes treten haeufig gefaehrliche HYPERLINK
«http://de.wikipedia.org/wiki/Herzrhythmusst%C3%B6rung» \o
«Herzrhythmusstoerung» Herzrhythmusstoerungen auf. Auch kleinere
Infarkte fuehren nicht selten ueber HYPERLINK
«http://de.wikipedia.org/wiki/Kammerflimmern» \o «Kammerflimmern»
Kammerflimmern zum HYPERLINK
«http://de.wikipedia.org/wiki/Sekundenherztod» \o «Sekundenherztod»
Sekundenherztod , etwa 30 % aller Todesfaelle beim Herzinfarkt ereignen
sich vor jeder Laienhilfe oder medizinischen Therapie.

Der Artikel behandelt den Myokardinfarkt beim Menschen, HYPERLINK
«http://de.wikipedia.org/wiki/Myokardinfarkt» \l
«Myokardinfarkt_bei_Tieren» \o «Myokardinfarkt» Myokardinfarkte bei
Tieren sind gesondert am Schluss beschrieben.

Myokardinfarkt (2) der Vorderwandspitze nach Verschluss (1) des vorderen
absteigenden Astes der linken Kranzarterie (LCA). Schematische
Darstellung.

Epidemiologie

Der Herzinfarkt ist eine der Haupttodesursachen in den
Industrienationen. Die Inzidenz betraegt in Oesterreich/Deutschland etwa
300 Infarkte jaehrlich pro 100.000 Einwohner (in Japan <100; Mittelmeer, Schweiz, Frankreich <200; 300-400 in Skandinavien; 400-500 in England, Ungarn), in Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 280.000 Menschen einen Herzinfarkt. Laut Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes starben in Deutschland im Jahr 2003 fast 65.000[1] , im Jahr 2004 fast 62.000 Menschen an einem akuten Herzinfarkt. Somit lag der akute Herzinfarkt 2004 an zweiter Stelle der Todesursachen in Deutschland. Terminologie und Pathologie Das Verstaendnis vom Herzinfarkt hat sich in den letzten 30 Jahren grundlegend gewandelt. Neue HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Diagnose" \o "Diagnose" Diagnose - und HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Therapie" \o "Therapie" Therapieverfahren haben wichtige Erkenntnisse zur HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Pathophysiologie" \o "Pathophysiologie" Pathophysiologie besonders der ersten Stunden nach Beginn der HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Symptom" \o "Symptom" Symptome beigetragen und die Definition und HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Terminologie" \o "Terminologie" Terminologie des Herzinfarktes veraendert. Terminologie Eine in jeder Situation gueltige Definition des Herzinfarktes existiert nicht. Allgemein ist akzeptiert, dass der Begriff Herzinfarkt den Zelltod von Herzmuskelzellen auf Grund einer laenger dauernden Durchblutungsstoerung ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Isch%C3%A4mie" \o "Ischaemie" Ischaemie ) beschreibt. Schwieriger ist die Frage, welche Kriterien fuer einen solchen Zelltod zu Grunde gelegt werden. Die eingesetzten Messinstrumente unterscheiden sich teilweise erheblich: der HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Rettungsdienst" \o "Rettungsdienst" Rettungsdienst definiert den Infarkt anhand von Symptomen und HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/EKG" \o "EKG" EKG -Veraenderungen, der HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Intensivmedizin" \o "Intensivmedizin" Intensivmediziner zusaetzlich mit Hilfe von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Laboratoriumsmedizin" \o "Laboratoriumsmedizin" Laboruntersuchungen , der HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Pathologie" \o "Pathologie" Pathologe ausschliesslich auf der Grundlage von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Makroskopie" \o "Makroskopie" makroskopischen oder seltener auch HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Mikroskopie" \o "Mikroskopie" mikroskopischen Gewebeveraenderungen und der HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Epidemiologie" \o "Epidemiologie" Epidemiologe schliesslich meist unter Verwendung von mehr oder weniger exakten Todesursachenstatistiken (vgl. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Leichenschau" \o "Leichenschau" Leichenschau ) oder Entlassungsdiagnosen der Krankenhaeuser. Terminologie des Akuten Koronarsyndroms Erlaeuterungen im Text Bei laenger als 20 Minuten anhaltenden infarkttypischen Brustschmerzen wird zunaechst von einem HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Akutes_Koronarsyndrom" \o "Akutes Koronarsyndrom" akuten Koronarsyndrom gesprochen, was die Moeglichkeit eines Herzinfarktes einschliesst. Wenn sich dann in einem moeglichst rasch anzufertigenden HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrokardiogramm" \o "Elektrokardiogramm" Elektrokardiogramm (EKG) Hebungen der ST-Strecke (vgl. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/EKG" \l "Nomenklatur_und_Normwerte" \o "EKG" EKG-Nomenklatur ) zeigen, so wird der Begriff ST-Hebungsinfarkt (Abk. STEMI fuer ST-elevation myocardial infarction) verwandt. Bei Patienten ohne eine solche ST-Hebung kann erst nach drei bis vier Stunden mit Hilfe von Laboruntersuchungen zwischen Nicht-ST-Hebungsinfarkt (Abk. NSTEMI fuer Non-ST-elevation myocardial infarction) und instabiler HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Angina_Pectoris" \o "Angina Pectoris" Angina Pectoris unterschieden werden. Waehrend in den fuer Deutschland gueltigen Leitlinien HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/" \l "_note-1" \o "" [4] STEMI und NSTEMI als endgueltige Diagnosen angesehen werden, unterscheiden die US-amerikanischen Leitlinien HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/" \l "_note-Antman" \o "" [5] zwischen Q-wave myocardial infarction (Qw MI) und Non-Q-wave myocardial infarction (NQMI) als abschliessender Diagnose. Diese Unterscheidung zwischen transmuralen (die gesamte Dicke der Wandschicht des Herzens betreffend) und nicht-transmuralen Myokardinfarkten ist auch in den deutschsprachigen Laendern gebraeuchlich und wird anhand von Veraenderungen des QRS-Komplexes im EKG getroffen, die in der Regel erst nach zwoelf Stunden, oft auch erst nach einem Tag, erkennbar sind. Pathophysiologie Die Mehrzahl der Herzinfarkte entsteht im Rahmen einer HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Koronare_Herzkrankheit" \o "Koronare Herzkrankheit" koronaren Herzkrankheit (KHK). Wie alle akuten Koronarsyndrome beim Menschen werden sie fast immer durch eine ploetzliche Minderdurchblutung in einem Herzkranzgefaess hervorgerufen, die auf eine HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Atherosklerose" \o "Atherosklerose" atherosklerotische Gefaessveraenderung mit zusaetzlichen Blutgerinnseln („Koronarthrombose“) zurueckzufuehren ist und von einer krampfartigen Gefaessverengung (Koronarspasmus) begleitet sein kann. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/" \l "_note-ESC2003" \o "" [3] Das sich daraus entwickelnde Krankheitsbild haengt von der Lokalisation, der Schwere und der Dauer der Durchblutungsstoerung des Herzmuskels ab. Bei ST-Hebungsinfarkten zeigt sich im akuten Stadium bei ueber 90 % ein durch Blutgerinnsel ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Thrombus" \o "Thrombus" Thromben ) verschlossenes HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Herzkranzgef%C3%A4%C3%9F" \o "Herzkranzgefaess" Herzkranzgefaess . Bei NSTEMI sind nur in etwa 50 % der Faelle Thromben in den Kranzgefaessen nachweisbar. 65-75 % der ST-Hebungsinfarkte entstehen durch die Ruptur eines „vulnerablen“ Plaques, also dem Einriss der duennen HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Bindegewebe" \o "Bindegewebe" fibroesen Kappe einer entzuendlich veraenderten HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Lipide" \o "Lipide" lipid reichen Gefaesswandveraenderung. Etwa 75 % der Infarkte entstehen an nur leicht oder mittelgradig veraenderten Abschnitten der Herzkranzgefaesse. Deutlich seltener ist ein Herzinfarkt Folge einer anderen Erkrankung. In Frage kommen Verschluesse der Herzkranzgefaesse durch andere Ursachen wie langanhaltende „Verkrampfungen“ ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Spasmus" \o "Spasmus" Spasmen ) bei HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Prinzmetal-Angina" \o "Prinzmetal-Angina" Prinzmetal-Angina und HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Embolie" \o "Embolie" Embolien bei einer HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Endokarditis" \o "Endokarditis" Endokarditis oder einer HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Disseminierte_intravasale_Koagulopathie" \o "Disseminierte intravasale Koagulopathie" disseminierten intravasalen Koagulopathie (DIC) . Auch Blutungen oder Tumoren am Herzen sowie Einrisse der Gefaessinnenwand (Intima) bei einer HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Aortendissektion" \o "Aortendissektion" Aortendissektion koennen zum Verschluss eines Kranzgefaesses und damit zum Herzinfarkt fuehren. Wenn seine Blutzufuhr komplett unterbrochen ist, beginnt der Herzmuskel nach 15-30 Minuten abzusterben. Dieser Vorgang der Infarzierung beginnt innen, in der den Herzkammern zugewandten Schicht, und setzt sich zeitabhaengig nach aussen, zum Herzbeutel hin, fort. Risikofaktoren Hauptrisikofaktoren fuer Herzinfarkte sind Alter, HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Rauchen" \o "Rauchen" Nikotinkonsum , Fettstoffwechselstoerungen (insbesondere erniedrigtes HDL- und erhoehtes LDL- HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Cholesterin" \o "Cholesterin" Cholesterin ), HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_mellitus" \o "Diabetes mellitus" Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Bluthochdruck" \o "Bluthochdruck" Bluthochdruck sowie eine erbliche Veranlagung. Weitere Risikofaktoren sind HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbergewicht" \o "Uebergewicht" Uebergewicht , HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlern%C3%A4hrung" \o "Fehlernaehrung" Fehlernaehrung und HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Bewegungsmangel" \o "Bewegungsmangel" Bewegungsmangel . Ein erhoehter Blutspiegel von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Homocystein" \o "Homocystein" Homocystein (Hyperhomocysteinaemie) ist ebenfalls ein unabhaengiger Risikofaktor, die verfuegbaren Therapieansaetze zur Senkung des Homocysteinspiegels fuehren allerdings nicht zu einer Senkung des kardiovaskulaeren Risikos. Ob der regelmaessige Konsum von wenig HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Alkohol" \o "Alkohol" Alkohol das Herzinfarktrisiko senkt, ist umstritten. Beim HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Exzess" \o "Exzess" reichlichen Alkoholkonsum jedenfalls steigt das Risiko von Herzinfarkten und anderen schweren Erkrankungen. Ausloesende Faktoren fuer einen Infarkt koennen ploetzliche Belastungen und Stress-Situationen mit starken Blutdruckschwankungen sein, 40 % aller Infarkte ereignen sich in den fruehen Morgenstunden (zwischen 6 und 10 Uhr). Die meisten Infarkte treten montags auf, erstaunlicherweise auch bei Rentnern nach dem 60. Lebensjahr. Die meisten Patienten klagen ueber Brustschmerzen unterschiedlicher Staerke und Qualitaet. Typisch ist ein starkes Druckgefuehl hinter dem Brustbein ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Retrosternal" \o "Retrosternal" retrosternal ) oder Engegefuehl im ganzen Brustkorb (als ob „jemand auf einem sitzen wuerde“). Auch stechende oder reissende Schmerzen werden beschrieben. Die Schmerzen koennen in die Arme (haeufiger links), den Hals, die Schulter, den Oberbauch oder den Ruecken ausstrahlen. Oft wird von einem „Vernichtungsschmerz“ gesprochen, der mit HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Atemnot" \o "Atemnot" Atemnot , Uebelkeit und Angstgefuehl („Todesangst“) einher geht. Im Gegensatz zum HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Angina_Pectoris" \o "Angina Pectoris" Angina-pectoris -Anfall bessern sich diese Beschwerden nicht durch Anwendung von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Glycerintrinitrat" \o "Glycerintrinitrat" Nitroglycerin . Klinische Zeichen Die Befunde der HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperliche_Untersuchung" \o "Koerperliche Untersuchung" koerperlichen Untersuchung sind variabel, sie reichen vom Normalbefund eines unbeeintraechtigten Patienten bis hin zum bewusstlosen Patienten mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Eindeutige HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Symptom" \o "Symptom" klinische Zeichen des Herzinfarktes gibt es zwar nicht, typisch aber ist der Gesamteindruck eines schmerzgeplagten Patienten mit Blaesse, aengstlich wirkendem Gesichtsausdruck, Erbrechen und Schweissneigung. Andere Befunde weisen bereits auf eingetretene Komplikationen hin: Pulsunregelmaessigkeiten auf die beim Infarkt haeufigen HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Extrasystole" \o "Extrasystole" Extrasystolen , Pulsbeschleunigung, beim Abhoeren ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Auskultation" \o "Auskultation" Auskultation ) neben den zwei normalen ein dritter Herzton und Rasselgeraeusche ueber der Lunge sowie HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Halsvenenstauung&action=edit" \o "Halsvenenstauung" Halsvenenstauung auf eine Pumpschwaeche des Herzens ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Herzinsuffizienz" \o "Herzinsuffizienz" Herzinsuffizienz ), HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Herzger%C3%A4usch" \o "Herzgeraeusch" Herzgeraeusche auf eine HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Mitralklappeninsuffizienz" \o "Mitralklappeninsuffizienz" Mitralklappeninsuffizienz , eine HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Perikarditis" \o "Perikarditis" Herzbeutelentzuendung (Perikarditis) oder eine Ventrikelruptur (Herzkammerriss) und Kollaps, Bewusstlosigkeit und Herz-Kreislaufstillstand auf schwerwiegende Rhythmusstoerungen wie HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kammerflimmern" \o "Kammerflimmern" Kammerflimmern , HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Ventrikul%C3%A4re_Tachykardie" \o "Ventrikulaere Tachykardie" ventrikulaere Tachykardien oder HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Asystolie" \o "Asystolie" Asystolien . Technische Befunde Elektrokardiogramm EKG bei akutem Hinterwandinfarkt. Die Pfeile weisen auf deutliche ST-Strecken-Hebungen in den Ableitungen II, III und aVF. Das wichtigste Untersuchungsverfahren bei Infarktverdacht ist das HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrokardiogramm" \o "Elektrokardiogramm" EKG . Im Akutstadium treten gelegentlich Ueberhoehungen der T-Wellen (vgl. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrokardiogramm" \l "Nomenklatur_und_Normwerte" \o "Elektrokardiogramm" EKG-Nomenklatur ) und haeufig Veraenderungen der ST-Strecke auf, wobei ST-Strecken-Hebungen auf den kompletten Verschluss eines Herzkranzgefaesses hinweisen. Im weiteren Verlauf kommt es nach etwa einem Tag oft zu einer „Negativierung“ (Ausschlag unterhalb der sogenannten Nulllinie) von T-Wellen. Veraenderungen des QRS-Komplexes weisen in dieser Phase auf eine transmurale Infarzierung hin, einen Gewebsuntergang, der alle Wandschichten des Herzmuskels betrifft. Diese QRS-Veraenderungen bleiben in der Regel lebenslang sichtbar und werden oft als „Infarktnarbe“ bezeichnet. Auch fuer die Erkennung und Beurteilung von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Herzrhythmusst%C3%B6rung" \o "Herzrhythmusstoerung" Herzrhythmusstoerungen als haeufige Komplikationen eines Infarktes ist das EKG von entscheidender Bedeutung. Um HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Extrasystole" \o "Extrasystole" Extrasystolen , HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kammerflimmern" \o "Kammerflimmern" Kammerflimmern und HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/AV-Block" \o "AV-Block" AV-Blockierungen in der Akutphase so rasch wie moeglich erkennen und ggf. behandeln zu koennen, wird in der Akutphase eine kontinuierliche EKG-Ueberwachung (EKG- HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Monitor_%28Medizin%29" \o "Monitor (Medizin)" Monitoring ) durchgefuehrt. Im Anschluss an die Akutphase dient ein HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Belastungs-EKG" \o "Belastungs-EKG" Belastungs-EKG der Beurteilung der Belastbarkeit und Erkennung fortbestehender Durchblutungsstoerungen des Herzmuskels, ein HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Langzeit-EKG" \o "Langzeit-EKG" Langzeit-EKG der Aufdeckung anderweitig unbemerkter Herzrhythmusstoerungen. Laboruntersuchungen Typischer Verlauf der Blutkonzentration von kardialem Troponin und CK-MB nach einem ST-Hebungsinfarkt HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/" \l "_note-Antman" \o "" [5] Als so genannte HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Biomarker" \o "Biomarker" Biomarker werden HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Enzym" \o "Enzym" Enzyme und andere HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Protein" \o "Protein" Eiweisse bezeichnet, die von absterbenden Herzmuskelzellen freigesetzt werden. Sie sind im Blut nach einem Herzinfarkt in erhoehter Konzentration messbar. Die klassischen und bis Anfang der 1990er-Jahre einzigen Biomarker sind die HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kreatinkinase" \o "Kreatinkinase" Creatinkinase (CK), deren HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Isoenzym" \o "Isoenzym" Isoenzym CK-MB, die HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Aspartat-Aminotransferase" \o "Aspartat-Aminotransferase" Aspartat-Aminotransferase (AST, meist noch als GOT abgekuerzt) und die HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Laktatdehydrogenase" \o "Laktatdehydrogenase" Laktatdehydrogenase (LDH). Hinzugekommen sind seither das HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Myoglobin" \o "Myoglobin" Myoglobin und das HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kardiales_Troponin" \o "Kardiales Troponin" Troponin (Troponin T und Troponin I, oft abgekuerzt als „Trop“). Der neueste Biomarker ist die HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Glykogenphosphorylase" \o "Glykogenphosphorylase" Glykogenphosphorylase BB (GPBB). Dieser Biomarker ist herzspezifisch und ein Fruehmarker. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/" \l "_note-4" \o "" [8] Die Messung der Blutkonzentrationen dieser Biomarker wird meist in regelmaessigen Abstaenden wiederholt, da Anstieg, hoechster Wert und Abfall der Konzentration Rueckschluesse auf den Zeitpunkt des Infarktbeginns, die Groesse des Herzinfarktes und den Erfolg der Therapie erlauben. Bildgebende Verfahren Die Ultraschalluntersuchung des Herzens ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Echokardiografie" \o "Echokardiografie" Echokardiografie ) zeigt beim Herzinfarkt eine Wandbewegungsstoerung im betroffenen Herzmuskelbereich. Da das Ausmass dieser Wandbewegungsstoerung fuer die HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Prognose" \o "Prognose" Prognose des Patienten sehr wichtig ist, wird die Untersuchung bei fast allen Infarktpatienten durchgefuehrt. In der Akutphase liefert die Echokardiografie bei diagnostischen Unsicherheiten und Komplikationen wichtige Zusatzinformationen, weil sie hilft, die Pumpfunktion und evtl. Einrisse (Ruptur) des Herzmuskels, Schlussunfaehigkeiten der Mitralklappe ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Mitralklappeninsuffizienz" \o "Mitralklappeninsuffizienz" Mitralklappeninsuffizienz ) und Fluessigkeitsansammlungen im Herzbeutel ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Perikarderguss" \o "Perikarderguss" Perikarderguss ) zuverlaessig zu beurteilen. Die Gefaessdarstellung ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Angiografie" \o "Angiografie" Angiografie ) der Herzkranzgefaesse im Rahmen einer HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Herzkatheteruntersuchung" \o "Herzkatheteruntersuchung" Herzkatheteruntersuchung erlaubt den direkten Nachweis von Verschluessen und Verengungen. Sie wird entweder so frueh wie moeglich als Notfall-Untersuchung zur Vorbereitung einer HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Perkutane_transluminale_coronare_Angioplas tie" \o "Perkutane transluminale coronare Angioplastie" PTCA (vgl. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Myokardinfarkt" \l "Reperfusionstherapie" \o "Myokardinfarkt" Reperfusionstherapie ) oder im weiteren Verlauf bei Hinweisen auf fortbestehende Durchblutungsstoerungen des Herzmuskels durchgefuehrt. Diagnostik Die Diagnose Herzinfarkt wird gestellt, wenn einer der so genannten „Biomarker“ (vorzugshalber HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kardiales_Troponin" \o "Kardiales Troponin" kardiales Troponin , ersatzweise HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Creatin-Kinase" \o "Creatin-Kinase" CK-MB ) im Blut erhoeht und mindestens eines der folgenden Kriterien erfuellt ist: typische EKG-Veraenderungen oder typische Brustschmerzen oder unlaengst durchgefuehrte Intervention an einem Herzkranzgefaess (beispielsweise eine HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Perkutane_transluminale_coronare_Angioplas tie" \o "Perkutane transluminale coronare Angioplastie" PTCA ). Die Blutkonzentration der Biomarker HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kardiales_Troponin" \o "Kardiales Troponin" Troponin und HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Creatin-Kinase" \o "Creatin-Kinase" CK-MB steigt allerdings erst nach drei bis sechs Stunden an, so dass eine verlaessliche Diagnose bisher erst nach vier bis sechs Stunden moeglich war. Neuesten Studien zufolge kann nun eine schnellere und spezifischere Diagnose mittels des neu entdeckten Herzmarkers HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Glykogenphosphorylase" \o "Glykogenphosphorylase" Glykogenphosphorylase BB ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Glykogenphosphorylase" \o "Glykogenphosphorylase" GPBB ) zeitnah erfolgen. Bereits ab der ersten Stunde kann durch GPBB ein Herzinfarkt diagnostiziert werden, so dass die Gefahr der irreversiblen Schaedigung des Herzgewebes eingedaemmt werden kann. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/" \l "_note-5" \o "" [9] In dieser Akutphase ist das wichtigste Untersuchungsverfahren ein so schnell wie moeglich angefertigtes HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrokardiogramm" \o "Elektrokardiogramm" EKG . Beim Nachweis von ST-Strecken-Hebungen wird mit einer diagnostischen Sicherheit von ueber 95 % von einem Infarkt ausgegangen und die entsprechende Behandlung moeglichst unverzueglich eingeleitet. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/" \l "_note-6" \o "" [10] Zeigt das EKG hingegen ST-Strecken-Senkungen oder keine Veraenderungen, so kann ein Infarkt anhand der Biomarker erst sechs Stunden nach Beginn der Symptome mit Sicherheit ausgeschlossen oder bestaetigt werden. Bei diagnostischer Unsicherheit in dieser Phase kann der Nachweis einer Wandbewegungsstoerung in der Echokardiografie helfen, die Wahrscheinlichkeit und das Ausmass eines Infarktes besser einzuschaetzen. Differentialdiagnose Wegen der moeglicherweise weitreichenden Konsequenzen, wurde die Verdachtsdiagnose Herzinfarkt frueher oft gestellt, in der Akutsituation mussten dann die HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Differentialdiagnose" \o "Differentialdiagnose" Differentialdiagnosen HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Pneumothorax" \o "Pneumothorax" Pneumothorax , HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Lungenembolie" \o "Lungenembolie" Lungenembolie , HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Aortendissektion" \o "Aortendissektion" Aortendissektion , HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Lungen%C3%B6dem" \o "Lungenoedem" Lungenoedem anderer Ursache, HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Stress-Kardiomyopathie" \o "Stress-Kardiomyopathie" Stress-Kardiomyopathie , HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Roemheld-Syndrom" \o "Roemheld-Syndrom" Roemheld-Syndrom , HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Herzneurose" \o "Herzneurose" Herzneurose oder auch HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kolik" \o "Kolik" Gallenkolik beruecksichtigt werden. Nur bei etwa 32 % der Patienten mit Infarktverdacht fand sich tatsaechlich ein Herzinfarkt. Heute wird der Begriff Infarkt bis zu seinem definitiven Nachweis meist vermieden und stattdessen vom HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Akutes_Koronarsyndrom" \o "Akutes Koronarsyndrom" akuten Koronarsyndrom gesprochen, um der haeufigen diagnostischen Unsicherheit in den ersten Stunden Ausdruck zu verleihen. Auch die Infarktdiagnostik ist mit moeglichen Fehlern behaftet: Bei einigen Patienten (in einer Untersuchung 0,8 %), vor allem bei aelteren Patienten und solchen mit HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_mellitus" \o "Diabetes mellitus" Diabetes mellitus , wird auch im Krankenhaus der Infarkt nicht richtig erkannt. Therapie Erste Hilfe Die ersten Minuten und Stunden eines Herzinfarktes sind fuer den Patienten von entscheidender Bedeutung. Die Gefahr des HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Herzstillstand" \o "Herzstillstand" Herzstillstandes durch HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kammerflimmern" \o "Kammerflimmern" Kammerflimmern ist in der ersten Stunde am groessten. Nur ein schnell bereitstehender HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Defibrillator" \o "Defibrillator" Defibrillator kann dann den Tod des Patienten verhindern. Innerhalb der ersten Stunde (der so genannten goldenen Stunde oder golden hour) bestehen gute Aussichten, den Infarkt durch eine HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Thrombolyse" \o "Thrombolyse" Lysetherapie oder HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/PTCA" \o "PTCA" Herzkatheterbehandlung fast vollstaendig zu verhindern. Daher steht die unverzuegliche Alarmierung des HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Rettungsdienst" \o "Rettungsdienst" Rettungsdienstes an erster Stelle der fuer Laien sinnvollen Massnahmen. Die HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Deutsche_Herzstiftung&action= edit" \o "Deutsche Herzstiftung" Deutsche Herzstiftung empfiehlt fuer diese Situation HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/" \l "_note-7" \o "" [11] : Nicht warten Rettungsdienst ueber die Rufnummer 112 (oder die oertliche Notrufnummer) alarmieren und Verdacht auf Herzinfarkt aeussern Nicht selbst mit dem Auto in die Klinik fahren Medizinische Erstversorgung Das HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Rettungsfachpersonal" \o "Rettungsfachpersonal" Rettungsfachpersonal des HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Rettungsdienst" \o "Rettungsdienst" Rettungsdienstes konzentriert sich zunaechst auf eine moeglichst rasche Erkennung von Akutgefaehrdung und Komplikationen. Dazu gehoert eine zuegige HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperliche_Untersuchung" \o "Koerperliche Untersuchung" klinische Untersuchung mit Blutdruckmessung und HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Auskultation" \o "Auskultation" Auskultation von Herz und Lunge. Nur ein schnell angefertigtes HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrokardiogramm" \o "Elektrokardiogramm" 12-Kanal-EKG laesst den ST-Hebungsinfarkt erkennen und erlaubt die Einleitung der dann dringlichen Lysetherapie oder Katheterbehandlung. Um Herzrhythmusstoerungen sofort erkennen zu koennen, wird eine kontinuierliche EKG-Ueberwachung (Rhythmusmonitoring) begonnen und zur Medikamentengabe eine HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Venenverweilkan%C3%BCle" \o "Venenverweilkanuele" periphere Verweilkanuele angelegt. Die medikamentoese Therapie zielt in der Akutsituation auf eine moeglichst optimale Sauerstoffversorgung des Herzens, die Schmerzbekaempfung und eine Vermeidung weiterer Blutgerinnselbildung. Verabreicht werden in der Regel HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Sauerstoff" \o "Sauerstoff" Sauerstoff (O2) ueber eine Nasensonde oder Maske, HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Glyceroltrinitrat" \o "Glyceroltrinitrat" Nitroglyzerin-Spray oder -Kapseln HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Sublingual" \o "Sublingual" sublingual und HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Morphin" \o "Morphin" Morphinpraeparate , HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Acetylsalicyls%C3%A4ure" \o "Acetylsalicylsaeure" Acetylsalicylsaeure sowie HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Heparin" \o "Heparin" Heparin HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Intraven%C3%B6s" \o "Intravenoes" intravenoes . In speziellen Situationen und bei Komplikationen koennen weitere Medikamente erforderlich sein. Zur Beruhigung ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Sedierung" \o "Sedierung" Sedierung ) beispielsweise HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Benzodiazepin" \o "Benzodiazepin" Benzodiazepin wie HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Diazepam" \o "Diazepam" Diazepam (beispielsweise Valium®) oder HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Midazolam" \o "Midazolam" Midazolam (beispielsweise Dormicum®), bei HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_vagus" \o "Nervus vagus" vagaler Reaktion HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Atropin" \o "Atropin" Atropin , bei Uebelkeit oder Erbrechen HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Antiemetikum" \o "Antiemetikum" Antiemetika (beispielsweise HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Metoclopramid" \o "Metoclopramid" Metoclopramid ), bei HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Tachykardie" \o "Tachykardie" Tachykardie trotz Schmerzfreiheit und fehlenden Zeichen der Linksherzinsuffizienz HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Betablocker" \o "Betablocker" Betablocker (beispielsweise HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Metoprolol" \o "Metoprolol" Metoprolol ) und bei kardiogenem Schock die Gabe von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Katecholamin" \o "Katecholamin" Katecholaminen . Reperfusionstherapie Angiografie der rechten Herzkranzarterie (RCA) bei akutem Hinterwandinfarkt. Li.: RCA verschlossen, Re.: RCA nach Ballondilatation offen Vordringliches Therapieziel beim ST-Hebungsinfarkt ist die moeglichst rasche Eroeffnung des betroffenen und in dieser Situation meist verschlossenen HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Herzkranzgef%C3%A4%C3%9Fe" \o "Herzkranzgefaesse" Herzkranzgefaesses . Diese Wiederherstellung der Durchblutung im Infarktgebiet wird Reperfusionstherapie genannt. Je frueher diese erfolgt, um so besser kann eine Infarktausdehnung verhindert werden. Gelingt es, die Reperfusionstherapie bereits in der ersten Stunde nach Infarkteintritt anzuwenden, so koennen viele dieser Infarkte sogar verhindert werden. Als Reperfusionstherapie sind zwei Behandlungsverfahren etabliert: Primaer- HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Perkutane_transluminale_coronare_Angioplas tie" \o "Perkutane transluminale coronare Angioplastie" PCI (auch Direkt-PTCA oder Primaer-PTCA): mechanische Oeffnung (Rekanalisation) des Gefaesses mit anschliessender HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Ballondilatation" \o "Ballondilatation" Ballondilatation und HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Stent" \o "Stent" Stent implantation mittels Herzkatheter. Lysetherapie oder HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Thrombolyse" \o "Thrombolyse" Thrombolyse : intravenoese Gabe eines gerinnselaufloesenden Medikamentes. Dieses Thrombolytikum kann vom HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Notarzt" \o "Notarzt" Notarzt bereits am Einsatzort verabreicht werden (praestationaere Lyse) und fuehrt durch fruehen Behandlungsbeginn zu besseren Ergebnissen als eine Therapieeinleitung im Krankenhaus. Bei gleichzeitiger Verfuegbarkeit ist die Primaer-PCI in einem erfahrenen Zentrum die bevorzugte Strategie. Da aber weniger als 20 % der deutschen Krankenhaeuser ueber die Moeglichkeit zur Primaer-PCI verfuegen, muss die Entscheidung zur optimalen Therapie im Einzelfall getroffen werden. Viele Notaerzte sind mit 12-Kanal-EKG-Geraeten und Medikamenten fuer eine Lysetherapie ausgeruestet, so dass sie heute sofort nach Diagnosestellung in Abhaengigkeit von der Infarktdauer, dem Patientenzustand, der Verfuegbarkeit eines erfahrenen Herzkatheterteams und der Transportentfernung die bestmoegliche Reperfusionstherapie auswaehlen koennen. Bei Nicht-ST-Hebungsinfarkten (NSTEMI) ist ein Nutzen der unverzueglichen Reperfusionstherapie nicht belegt, eine Lysetherapie ist HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kontraindikation" \o "Kontraindikation" kontraindiziert . Ob und zu welchem Zeitpunkt eine Herzkatheteruntersuchung erforderlich ist, ist trotz vieler Studien zu diesem Thema strittig. Die vorherrschende und auch in den Leitlinien der kardiologischen Fachgesellschaften verankerte Empfehlung sieht eine „fruehe Intervention“ innerhalb von 48 Stunden vor. Erneute Diskussionen sind durch eine weitere im Herbst 2005 veroeffentlichte Studie entstanden, die bei 1200 Patienten mit NSTEMI kein hoeheres Risiko fand, wenn die Intervention nur bei Patienten mit anhaltenden Beschwerden erfolgte. Weitere Behandlung Im Krankenhaus werden Infarktpatienten wegen moeglicher HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Herzrhythmusst%C3%B6rung" \o "Herzrhythmusstoerung" Herzrhythmusstoerungen in der Akutphase auf einer HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Intensivstation" \o "Intensivstation" Intensiv- oder Ueberwachungsstation behandelt, wo eine kontinuierliche EKG-Ueberwachung (Monitoring) moeglich ist. Bei einem unkompliziertem Verlauf koennen sie oft bereits am Folgetag Schritt fuer Schritt HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Mobilisation" \o "Mobilisation" mobilisiert und nach fuenf bis acht Tagen entlassen werden. Patienten mit grossen Infarkten, die zu einer Pumpschwaeche ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Herzinsuffizienz" \o "Herzinsuffizienz" Herzinsuffizienz ) des Herzmuskels gefuehrt haben, benoetigen manchmal bis zu drei Wochen, um die gewohnten Alltagsaktivitaeten wieder aufnehmen zu koennen. Im Anschluss an die Krankenhausbehandlung wird in Deutschland oft eine ambulante oder stationaere HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Medizinische_Rehabilitation" \o "Medizinische Rehabilitation" Anschlussheilbehandlung empfohlen. Diese meist drei Wochen dauernde Massnahme soll durch Krankengymnastik ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Physiotherapie" \o "Physiotherapie" Physiotherapie ), dosiertes koerperliches Training, Schulungsmassnahmen und psychosoziale Betreuung eine moeglichst gute und vollstaendige Wiedereingliederung in den Alltag ermoeglichen. Nach einem Herzinfarkt ist bei den meisten Patienten eine lebenslange medikamentoese Therapie sinnvoll, die Komplikationen wie Herzrhythmusstoerungen und HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Herzinsuffizienz" \o "Herzinsuffizienz" Herzmuskelschwaeche sowie erneuten Herzinfarkten vorbeugt. Dazu zaehlt die Therapie mit HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Betablocker" \o "Betablocker" Betablockern , HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Acetylsalicyls%C3%A4ure" \o "Acetylsalicylsaeure" ASS , HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Statine" \o "Statine" Statinen , HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/ACE-Hemmer" \o "ACE-Hemmer" ACE-Hemmern und bei einigen Patienten HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Clopidogrel" \o "Clopidogrel" Clopidogrel (Plavix® oder Iscover®). Nach dem Auftreten von grossen Vorderwandinfarkten kann es (<50%) zur HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Thrombus" \o "Thrombus" Thrombenbildung in der linken Schlagkammer kommen, die die Gefahr eines Hirninfarktes nach sich ziehen koennen. Sollten sich echokardiografisch Thromben nachweisen lassen wird meist eine mehrmonatige Antikoagulanientherapie ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Phenprocoumon" \o "Phenprocoumon" Marcumar ®) durchgefuehrt. Besondere Aufmerksamkeit erfordern die Risikofaktoren, die die Lebenserwartung der Infarktpatienten erheblich beeintraechtigen koennen. Vorteilhaft sind strikter Nikotinverzicht und eine optimale Einstellung von Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerten. Neben der Normalisierung des Lebenswandels, dem Stressabbau und der Gewichtsnormalisierung spielen eine gesunde Ernaehrung und regelmaessiges koerperliches HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Ausdauertraining" \o "Ausdauertraining" Ausdauertraining nach aerztlicher Empfehlung dabei eine wesentliche Rolle. Seit den 1990er-Jahren werden Versuche unternommen, die Pumpfunktion des Herzmuskels nach einem Herzinfarkt durch HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Stammzelle" \o "Stammzelle" Stammzellen positiv zu beeinflussen. Dabei werden verschiedene Techniken eingesetzt, unter anderem die Injektion von Stammzellen, die aus Blut oder Knochenmark gewonnen werden, in das betroffene Herzkranzgefaess (intrakoronar, mittels Herzkatheter). Auch die HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Subkutan" \o "Subkutan" subkutane Injektion von granulocyte-colony stimulating factor ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/G-CSF" \o "G-CSF" G-CSF ), der die Stammzellproduktion foerdert, wird untersucht. Mehrere in den Jahren 2004 bis 2006 veroeffentlichte HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Klinische_Studie" \o "Klinische Studie" Studien weisen darauf hin, dass die intrakoronare Anwendung von Knochenmarks-Stammzellen die Pumpfunktion tatsaechlich verbessern kann, HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/" \l "_note-9" \o "" [13] die alleinige Gabe von G-CSF hingegen keinen Vorteil bringt. Ein weiterer, in juengerer Zeit in praeklinischen Studien verfolgter Therapieansatz ist der Einsatz von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Wachstumsfaktor" \o "Wachstumsfaktor" Wachstumsfaktoren , wie Fibroblast-like Growth Factor ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=FGF&action=edit" \o "FGF" FGF -1), Insuline-like Growth Factors ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/IGF" \o "IGF" IGFs ) und Vascular Endothelial Growth Factor ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=VGEF&action=edit" \o "VGEF" VGEF ), die die Gefaessneubildung ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Angiogenese" \o "Angiogenese" Angiogenese ) anregen. Krankheitsverlauf und Prognose Die ersten beiden Stunden nach Eintritt eines Herzinfarktes sind zumindest bei einem ST-Hebungsinfarkt (STEMI) fuer den weiteren Verlauf und die Ueberlebenschance des Patienten von entscheidender Bedeutung, weil sich die Mehrzahl der Todesfaelle, die in der Regel durch HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kammerflimmern" \o "Kammerflimmern" Kammerflimmern verursacht sind, in diesem kurzen Zeitraum ereignet HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/" \l "_note-Antman" \o "" [5] und eine waehrend dieser Zeit eingeleitete Reperfusionstherapie die HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Prognose" \o "Prognose" Prognose massgeblich beeinflusst. Die Akutsterblichkeit jener Patienten, die im Krankenhaus aufgenommen werden, betraegt heute in verschiedenen Untersuchungen zwischen weniger als 10 % und knapp 12 %. Weiterhin stirbt aber fast ein Drittel aller Patienten vor Aufnahme in einer Klinik, so dass die Einjahressterblichkeit aller Infarktpatienten in den letzten 30 Jahren nahezu unveraendert bei etwa 50 % verblieben ist. Die Sterblichkeit im Zusammenhang mit einem Herzinfarkt wird vom Alter des Patienten stark beeinflusst. Aus dem Berliner Herzinfarktregister wurde fuer die Jahre 1999 bis 2003 bei ueber 75-jaehrigen eine Krankenhaussterblichkeit von 23,9 %, bei juengeren Patienten von 7,3 % ermittelt. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/" \l "_note-Schuler" \o "" [16] Literatur Zipes DP et al. (Hrsg.): Braunwald's Heart Disease: A Textbook of Cardiovascular Medicine. 7. Auflage. W.B. Saunders Company, Philadelphia 2004. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial:ISBN-Suche&isbn=14160 00143" ISBN 1-41-600014-3 . Arntz HR: Praehospitale Versorgung von Patienten mit akutem ST-Streckenhebungsinfarkt. Z Kardiol (2004) 93:915–916. ( HYPERLINK "http://leitlinien.dgk.org/images/pdf/leitlinien_volltext/2004-08_praeho spitale_versorgung.pdf" \o "http://leitlinien.dgk.org/images/pdf/leitlinien_volltext/2004-08_praeho spitale_versorgung.pdf" online als PDF-Datei). Hamm CW: Leitlinien: Akutes Koronarsyndrom (ACS) - Teil 2: Akutes Koronarsyndrom mit ST-Hebung. Z Kardiol (2004) 93:324–341. ( HYPERLINK "http://leitlinien.dgk.org/images/pdf/leitlinien_volltext/2004-01_acs_te il_2.pdf" \o "http://leitlinien.dgk.org/images/pdf/leitlinien_volltext/2004-01_acs_te il_2.pdf" online als PDF-Datei).

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