Korrosion des Eisens (Rosten) (реферат)

Реферат на тему:

Korrosion des Eisens (Rosten)

Chemische Reaktionen kцnnen schnell und langsam ablaufen, so ist das
Rosten eine sehr langsam verlaufende Reaktion (Oxidation) von Eisen mit
Sauerstoff und Wasser.

auerstoff auf Eisen bilden sich porцse Ьberzьge rotbrauner Farbe. Der
Ьberzug besteht aus der wechselnden Zusammensetzung von Eisenoxid /
hydroxid. Ist die Luft trocken so reagiert sie zusammen mit Sauerstoff
nicht mit dem Eisen.

Wenn die Rostschichten dicker sind, blдttern sie ab, sodass das darunter
liegende Eisen erneut von Wasser und Sauerstoff angegriffen (zerfressen)
wird.

Der Zustand des Rostens wird durch Salz (z.B. im Winter) beschleunigt.

Da Eisen eine unedles Metall ist, vollzieht sich dieser Vorgang leicht.

Diesen zerstцrerischen Vorgang von Metallen durch дuЯere Umwelteinflьsse
nennt man Korrosion.

Man kann diesen Reaktionen aber auch durch verschiedene SchutzmaЯnahmen
vorbeugen. Ein Beispiel dafьr ist die Passivierung – das Ьberzeihen mit
unedleren Metallen, die eine stabile Oxidschicht bilden.

Ьberzieht man Metalle mit edleren Metallen so nennt man dies
Galvanisieren, Verzinken oder Verchromen. Um den Zutritt von Wasser zu
verhindern, kann man Metalle lackieren oder mit einem Kunststoffьberzug
versehen.

Um der Korrosion von Schiffen vorzubeugen, schьtz man sie mit einer
Opferanode. Eine sogenannte Opferanode ist eine leitende Verbindung zu
einem Metall, das sich auflцst.

Heutzutage ist alles mцglich! Rost ist nicht mehr nur noch ein
verhasster Schaden, er dient inzwischen sogar als Stilmittel fьr
Kunstobjekte. In Blumenlдden bspw. findet man oftmals Vasen, die durch
eine Rostschicht auf der Oberflдche ein ganz besonderes Aussehen
bekommen. Ob es gefдllt oder nicht, das ist Geschmackssache! Es beweist
allerdings, dass in unserer Gesellschaft selbst etwas scheinbar unnutzes
wie Rost einen mehr oder weniger sinnvollen Zweck zugedacht bekommt.

  Unter welchen Bedingungen rostet Eisen am stдrksten und schnellsten?

Durchfьhrung:

Wir testen die Reaktion von Eisen in verschiedenen Lцsungen
(destilliertes Wasser, Sprudelwasser, Seifenlauge(Spьli) und
Kochsalzlцsung) um zu sehen unter welchen Umstдnden Eisen am stдrksten
und am schnellsten rostet.

Eisen

(Vorher metallisch glдnzend, glatt)

In destilliertem Wasser: leichte Rotfдrbung des Metalls und an einigen
wenigen Stellen auch wenigst schwarz, einige rote Stьckchen, die vom
Metall abgefallen sind, haben sich am Boden abgesetzt

In Sprudelwasser: stark rote und leicht schwarze Verfдrbung, am Boden
der Lцsung hat sich eine durchgehende und relativ hohe rote Schicht
abgesetzt, kein metallischer Glanz mehr an den verfдrbten Stellen, rote
— bzw. schwarze Verfдrbung nahe der Wasseroberflдche wesentlich stдrker

In Seifenlauge: Das Eisen hat sich auch nach mehreren Tagen nicht
verдndert

In Kochsalzlцsung: sprцde, eine brцckelige rote Schicht hat sich
gebildet, diese hat sich zum Teil vom Eisen abgelцst und schwimmt in der
Lцsung und liegt am Boden, GroЯteil des Eisens nicht rot sondern
schwarz, unter der abgefallenen roten Schicht ist das Eisen heller und
dьnner als vor dem Versuch, kein metallischer Glanz mehr an den
verfдrbten Stellen, ьber der Wasseroberflдche hat sich eine weiЯe
Salzschicht am Eisen abgesetzt, stдrkste Rotfдrbung nahe
Wasseroberflдche, Schwarzfдrbung weiter unten

Frьher hat man Eisenschrauben gefettet, um sie vor Korrosion zu
schьtzen.

Man kann sich gut vorstellen, wie sehr sich die Menschen frьher
дrgerten, wenn sich das Gartentor mal wieder nicht schlieЯen lieЯ, weil
das Eisenriegelschloss durchgerostet war. Kein Wunder, dass die Menschen
sich frьher oder spдter Gedanken darьber machten, wie sie diesen
Situationen entgegenwirken konnten.

Was lieЯ sich tun? Schon bald wurde ihnen klar, dass die Korrosion (den
Begriff „Rosten“ benutzt man nur in Bezug auf Eisen) eine Reaktion von
Metallen und Sauerstoff ist, die bei feuchter Luft schneller
stattfindet. Ein Eisenriegel (z.B. vom Gartenzaun) ist stдndig feuchter
Luft ausgesetzt und rostet daher schneller.

Irgendwie musste man die Reaktion von Sauerstoff, feuchter Luft und
Eisen unterbinden. Da die Menschen Mцglichkeiten wie z.B. Verzinken
(siehe Seite 1, bzw. Aufgabe 6) nicht kannten, mussten sie zu anderen
Hilfsmitteln greifen.

Jemand kam auf die Idee die zu schьtzenden Metalle einzufetten, da man
bereits aus Alltagssituationen das Einfetten kannte. Bsp: Auf
eingecremten Hдnden perlt Wasser ab. Denn fettete man ein Metall ein,
ist fьr den Sauerstoff keine metallenen Flдche vorhanden, mit welcher es
reagieren kann und keine Feuchtigkeit an das Metall dringen kann. Fett
schьtzt also vor Korrosion. Aber natьrlich ist es kein dauerhafter
Schutz, da sich die Fettschicht abnutzt.

  Beobachtungen unserer Versuchsreihe

Anmerkung: Messing fдllt etwas aus dieser Versuchsreihe heraus, denn
Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Alle anderen Metalle
sind Reinstoffe.

  Erklдrung

Alle Metalle haben in den verschiedenen Lцsungen korrodiert, also mit
Sauerstoff und Wasser reagiert.

Man kann allerdings je nach Lцsung (Flьssigkeit) und Metall
unterschiedlich starke Verдnderungen bei den Metallen feststellen.

E: 1.Destilliertes Wasser

irgendeiner Form beschleunigen oder verstдrken kцnnen, deshalb
korrodieren die Metalle in dieser „Lцsung“ am schwдchsten von allen
weiteren Lцsungen unserer Versuchsreihe.

Die Metalle reagieren wenig im destillierten Wasser, deshalb beobachtet
man die Verдnderungen nur fleckenweise auf den Metalloberflдchen.

Ist ein Metall nur destilliertem Wasser ausgesetzt dauert das
Korrodieren einige Wochen.

E: 2.Sprudelwasser

re Reaktion beobachten (z.B. stдrkere Verfдrbungen).

Zusatzstoffe im Wasser wie z.B. Kohlenstoffdioxid fцrdern also die
Korrosion von Metallen. Man kann davon ausgehen, je konzentrierter diese
Zusatzstoffe vorhanden sind, desto stдrker korrodieren die Metalle.

Wir haben das Mineralwasser mit Rotkohlsaft (Indikator)getestet und da
sich die Lцsung pink gefдrbt hat, kцnnen wie davon ausgehen, dass das
Mineralwasser sauer ist. (Hier sind H3O+ Ionen in Mineralwasser
enthalten, vergleiche Aufgabe 5)

Beispiel aus dem Alltag:

Im Regenwasser befindet sich ebenfalls eine groЯe Menge
Kohlenstoffdioxid, weshalb wir vermuten, dass Regenwasser die Korrosion
mindesten genauso stark wie Sprudel fцrdert. Je grцЯer die
Umweltverschmutzung ist, desto stдrker ist die Luft mit Schadstoffen
versehen, die ebenfalls die Korrosion fцrdern.

E: 3.Seifenlauge (Spьlmittel)

Wir sind uns nicht vцllig sicher, ob die Metalle stдrker im
Sprudelwasser oder in der Seifenlauge reagiert haben, da unsere
Beobachtungen nicht ganz eindeutig sind.

Es spricht aber einiges dafьr, dass die Metalle in der Seifenlauge
stдrker reagieren.

Bsp.:

Aluminium hat in der Seifenlauge, aber nicht im Sprudel reagiert.
Andererseits hat Eisen im Sprudel, aber nicht in der Seifenlauge
reagiert. Wir wissen, dass dies mit einer Resistenz Eisens gegen kalte
Laugen zu tun hat.

Wir gehen deshalb davon aus, dass bei Metallen in der Seifenlauge eine
relativ heftige Korrosion stattgefunden hat, da sich die Farbe der
Metalle verдndert hat und sie matt geworden sind (Ein neuer Stoff,
Metallhydroxid, ist also entstanden).

Man kann daraus schlieЯen, dass alkalische Lцsungen die Korrosion von
Metallen fцrdern.

E: 4.Kochsalzlцsung

Unserer Beobachtung zu Folge unterstьtzt Natriumchlorid die Korrosion
von Metallen am stдrksten. Die Metalle in unserer Versuchsreihe haben
sehr stark reagiert, bspw. Magnesium hat sich vollstдndig aufgelцst,
auЯerdem konnten wir in den Salzlцsungen am frьhsten Anzeichen von
Korrosion feststellen.

Vermutlich beschleunigen und verstдrken Salzlцsungen (gelцste
Verbindungen aus Metallen und Nichtmetallen) also das Korrodieren von
Metallen. Metalle geben bei der Korrosion Elektronen ab, Ionen in der
Salzlцsung sorgen dabei fьr einen geschlossenen Stromkreis.

Beispiel aus dem Alltag:

Wird im Winter bei Schnee und Eis Salz gestreut, bildet sich solch eine
Lцsung, wie wir sie in unseren Versuchen verwendet haben (Zusдtzlich
sind hier noch die Schadstoffe aus der Luft enthalten). Befindet sich
unter der Salz-Schneemischung also ein metallener Gegenstand findet eine
starke Korrosion statt. Folglich besteht im Winter, sofern man mit Salz
streut, eine stдrkere Korrosionsgefahr.

Hier spielt wieder die Bildung von Lokalelementen eine Rolle. Ein Teil
des Metalls ist Anode, ein anderer Kathode ( hier kann O2 reduziert
werden.)

Salzwasser fцrdert diesen Vorgang, da die in Wasser gelцsten Ionen dafьr
sorgen, dass der Stromkreis geschlossen wird.

  Spezielle Erklдrungen:

Eisen

Eisen hat beim Korrodieren eine groЯe Besonderheit, das Oxid des Eisens
ist so porцs, dass es abfдllt und neues Eisen freilegt, welches wieder
rostet. Dies ist auch der Grund dafьr, warum sich beim Eisen stets eine
rote Schicht am Grund der Lцsung befindet. Wir vermuten, dass das Eisen
zum Teil schwarz ist, da es beim Korrodieren erst Eisenionen bildet und
diese dann mit den Hydroxidionen, welche sich aus Wasser und Sauerstoff
gebildet haben, zu rotem Rost reagieren.

Aluminium

Wir sind uns nicht sicher, warum Aluminium im Gegensatz zu den anderen
Metallen weder mit destilliertem noch mit Sprudelwasser reagiert, da es
unedeler als bspw. Kupfer ist. Vielleicht ist dies einfach eine Eigenart
des Metalls oder es liegt daran, dass Alufolie nicht nur aus Aluminium
besteht.

Aluminium korrodiert heftiger als Eisen (es ist unedler), aber die
entstehende Oxidschicht aus Aluminiumoxid bildet einen geschlossenen
Ьberzug ьber das Metall dadurch wird eine weitere Oxidation verhindert.

Lцtzinn

Wir vermuten, dass unsere Versuche mit dem Lцtzinn fehlgeschlagen sind,
da Lцtzinn sehr dьnn ist, es bietet sich nicht genug Flдche zum
Reagieren, und dass der Lцtzinn aus dem Baumarkt mцglicherweise
eingefettet war, da die Kдufer schlieЯlich nichts mit korrodierendem
Lцtzinn anfangen kцnnen.

Kupfer

Wir haben uns gewundert, warum wir bei Kupfer in Salzlцsung keine
Verдnderung beobachten konnten, da die ьbrigen Metalle in der Salzlцsung
stets am stдrksten reagiert hatten. Unserer Meinung nach liegt die
Lцsung fьr dieses Problem in der aufgetretenen blдulichen Verfдrbung der
Lцsung. Denn dies beweist, dass das Kupfer auf jeden Fall irgendwie
reagiert (korrodiert) hat, da eine blдuliche Fдrbung einer Lцsung ein
Nachweis fьr Cu2+ Ionen ist. Das Kupfer geht bei der Korrosion also in
Lцsung. So konnte man nur die Verfдrbung des Wassers beobachten.

Zusammenfassung der Ergebnisse

Anhand unserer Beobachtungen haben wir festgestellt, dass man bei
gleicher Lцsung bei den Metallen einen durchgдngigen Unterschied in der
Heftigkeit der Reaktion (Korrosion) feststellen kann.

(Messing kann nicht in diese Reihe aufgenommen werden, da es eine
Legierung ist.)

Bei dieser Versuchsreihe haben wir festgestellt, dass unsere
Beobachtungen die uns bereits aus dem Chemieunterricht bekannte
Redoxreihe (festgelegte Reihenfolge der Metalle von unedel nach edel; s.
Abbildung Aufgabe 6) bestдtigt.

Je unedler das von uns gewдhlte Metall war, desto stдrker reagierte es
in den jeweiligen Lцsungen.

 

 

Bsp.:

Magnesium lцst sich in der Kochsalzlцsung auf, wдhrend Messing nur
leichte Verдnderungen aufweist.

Also sind unedle Metalle verstдndlicherweise fьr den Normalgebrauch
ungeeigneter als edle Metalle, da sie schneller korrodieren.

Beispiel aus dem Alltag:

Bei der Schmuckherstellung werden Gold und Silber nicht nur wegen ihres
Glanzes benutzt, sondern auch weil sie so edel sind, dass sie unter
normalen Umstдnden kaum korrodieren (siehe auch Versilberung von
„unedlen“ Schmuckstьcken).

  Aluminiumfolie und feuchte, salz- und sдurehaltige Lebensmittel

Aufbau: Sauerkraut, Aluminiumfolie, eine Schьssel

Durchfьhrung:

Wir fьllen unser Sauerkraut in eine Schьssel und decken die Glasschьssel
luftdicht mit Alufolie ab. Wir stellen die Schьssel fьr eine Woche in
den Kьhlschrank.

Beobachtung:

Nachdem wir das Sauerkraut aus dem Kьhlschrank genommen haben, sehen wir
keinerlei Verдnderung. Wir nehmen die Aluminiumfolie von der
Glasschьssel aber auch von unten weist die Aluminiumfolie keine
sichtbaren Verдnderungen auf und auch das Sauerkraut hat sich bis auf
einen wesentlich durchdringenderen Geruch im Vergleich zur Vorwoche
nicht verдndert.

Warum hat unser Versuch nicht funktioniert?

Wir fragen uns natьrlich warum unser Experiment nicht funktioniert hat
und was eigentlich hдtte passieren mьssen. Auf der Packung unserer
Aluminiumfolie finden wir in beiden Hinsichten einen Hinweis.

„Aluminiumfolie nicht zum Abdecken von feuchten, sдure- oder
salzhaltigen Lebensmitteln auf Servierplatten oder Schalen aus Metall
verwenden. Folien kцnnen sich infolge Lokalelementbildung auflцsen.
Aluminiumfolien nicht in Verbindung mit in Salzwasser gekochten, stark
sдure- oder salzhaltigen Lebensmitteln benutzen. An Lebensmittel
abgegebene Aluminiumbestandteile sind jedoch nicht
gesundheitsschдdlich.“ (aus: Toppits, Kraftwaben Aluminiumfolie)

Fьr uns interessant ist der Hinweis auf die Schalen von Metall.
Vielleicht liegt das Scheitern unseres Versuches daran, dass wir eine
Schale aus Glas benutzt haben, die nicht leitet ,durch welche keine
Ionen wandern kцnnen?

Vielleicht war unser Weinsauerkraut aber auch einfach nicht sauer genug.
Die plausibelste Erklдrung ist unserer Meinung nach schluЯendlich aber,
dass das Sauerkraut die Alufolie nicht direkt berьhrt hat. Sonst hдtte
sich mit Sicherheit ein oben genanntes Lokalelement gebildet. Die uns
fehlende Beobachtung hat uns auf jeden Fall die Verpackung geliefert.
Wir fragen uns aber trotzdem, was genau ist so ein Lokalelement
eigentlich?

Was ist ein Lokalelement und was hat es mit unserem Versuch zu tun?

Wir suchen im Internet nach „Lokalelement“ finden aber keine genaue
Definition, sondern lediglich Hinweise zu galvanischen Zellen.

(Google, Suchbegriff: „Lokalelement“) Ein Lokalelement scheint also eine
Art galvanische Zelle zu sein, welche die Korrosion beschleunigt.

Allerdings haben wir mit der Aluminiumfolie nur ein Metall vorliegen —

zu einer galvanischen Zelle benцtigen wir aber eigentlich zwei.

Erklдrung: Warum lцst sich die Aluminiumfolie auf?

Wir vermuten, dass sich die Aluminiumfolie infolge von Korrosion
auflцst. Wie wir in unseren vorangegangenen Versuchen festgestellt
haben, fцrdern Salz (salzhaltige Lebensmittel), Sдure (sдurehaltige
Lebensmittel) und Wasser (feuchte Lebensmittel)

die Korrosion. VerschlieЯt man solche Lebensmittel nun also mit sehr
„unedler“(Redoxreihe) Aluminiumfolie beginnt diese unter dem Einfluss
der Lebensmittel und des Sauerstoffs zu korrodieren. Anscheinend ist
diese Korrosion so stark, dass sich sogar Teile der Aluminiumfolie
auflцsen und durch die Metallschьssel in die Lebensmittel wandern. Laut
Hersteller sind Al-hydroxidionen (diese bilden sich beim Korrodieren)
zwar nicht giftig, man sollte oben genannte Lebensmittel aber trotzdem
nicht mit Aluminiumfolie abdecken.

ьbernimmt.

D.h., dass ein Teil des Aluminiums oxidiert wird, er gibt also
Elektronen ab (hier befindet sich offensichtlich die Anode) und ein
anderer Teil des Aluminiums dient als Kathode. Die Elektronen, die vom
Aluminium abgegeben wurden, wandern zu einem anderen Teil der
Aluminiumfolie, diese fungiert als Kathode. In Sдuren, so auch in
Sauerkraut, sind immer H3O+Ionen enthalten. Diese nehmen an der Kathode
Elektronen auf und entladen sich somit.

Anodenvorgang (Oxidation): 2Al -> 2Al3+ + 6e-

Kathodenvorgang (Reduktion): 6H3O+ + 6e- -> 3H2+ 6H2O

Es hat sich also Wasser und Wasserstoff gebildet. Diesen Vorgang kann
man auch mit einer galvanischen Zelle vergleichen, obwohl nur ein Metall
vorhanden ist.

Nimmt man an, das Sauerkraut wдre auf einer Silberplatte angerichtet und
mit Alufolie abgedeckt, so laufen eben jene Vorgдnge ab, die wir
vorangehend beschrieben haben, nur dass die Alufolie diesmal nur die
Anode bildet und die Silberplatte die Kathode bildet. (galvanisches
Element) Das heiЯt, die H3O+ Ionen entladen sich diesmal an der
Silberplatte. Die Reaktionsgleichungen bleiben aber die gleichen.

Vergleich:

Steckt man zwei verschiedene Metalle in eine Zitrone oder einen Apfel
(sдurehaltig) so bildet sich ebenfalls ein galvanisches Element, das dem
obigen bis auf die Bestandteile (Sauerkraut/Apfel, Zitrone) vцllig
gleicht.

Heutzutage ist man weitgehend davon abgekommen Eisen zu fetten (s. Aufg.
3), da es zuverlдssigere Schutzmittel gibt. Man verzinkt Eisen:

Verzinken von Eisen

Wдre Eisen ungeschьtzt, dann wьrde es so lange rosten (Oxidieren), bis
nur noch porцses Eisenoxid vorhanden wдre, und der Gegenstand zerfiele.

Man verzinkt Eisen, da es Metalle gibt, die in der Verbindung mit
Sauerstoff nicht brцckelig und porцs sind. Wдhrend Eisenoxid von dem
noch darunterliegenden Eisen abblдttert und dieses somit weiter rostet
(bis irgendwann nichts mehr davon vorhanden ist), bildet bspw. Zink bei
der Reaktion mit Sauerstoff eine Schicht (Zinkoxid), die das
darunterliegende Metall ьberzieht und aufgrund ihrer Dichte vor weiteren
chemischen Reaktionen („Angriffen“) schьtzt. Verzinkt man also Eisen und
es korrodiert, bildet die Zinkschicht Zinkoxid welches nun das Eisen vor
dem Rosten schьtzt. Bei der Verwendung des Metalls hat man aber
praktischerweise immer noch Eisen vorliegen.

Allerdings gibt es noch einen zweiten Grund, welcher dafьr spricht, dass
man Eisen verzinken sollte. Dies ist die Redoxreihe:

Zink ist (s. Abbildung) unedler als Eisen, d.h. es ist
reaktionsfreudiger. Ist eine Beschдdigung in der Zinkschicht rostet das
Eisen trotzdem nicht, weil der dazukommende Stoff lieber mit dem
unedleren Zink reagiert.

Somit gewдhrleistet Zink fьr

Eisen einen Rundumschutz.

Man nennt Verzinken auch Passivierung.

(s. Einleitung)

Wenn Zink korrodiert, gibt es Elektronen ab. In Wasser gelцster
Sauerstoff nimmt diese Elektronen auf und Bildet Hydroxidionen. Die
Zinkionen reagieren dann mit den Hydroxidionen und Sauerstoff.

Reaktionsgleichungen:

Oxidation: 2Zn(s) -> 2Zn2+(aq) + 4e-

Reduktion: O2(aq) + 2H2O (l) + 4e- -> 4 OH- (aq)

  Vorgehensweise

Anfangs ьberlegten wir uns mit welchen beiden Metallen wir eine
mцglichst groЯe Spannung erzielen kцnnten, so kam uns die Idee ein
unedles und edles Metall zu wдhlen, da unedle Metalle ihre Elektronen
besonders gerne an edle Metalle abgeben (siehe Redox/Spannungsreihe
Aufgabe 6). Unsere Chemielehrerin sagte uns, dass sie uns die benцtigten
Chemikalien aus der Schulchemiesammlung zur Verfьgung stellen kцnnte.
Jedoch mussten wir einsehen, dass Kalium so reaktionsfreudig ist, dass
es sogar in Petroleum aufbewahrt werden muss und Gold in der
Schulsammlung nicht vorhanden ist.

So entschieden wir uns fьr Magnesium und Kupfer. Aus der Schulsammlung
gab man uns etwas Magnesium- und Kupfersulfat, das wir in Wasser lцsten
(siehe Foto).

Um einen Stromkreis zu bauen, gossen wir die Kupfersulfatlцsung in einen
kleinen Blumentopf aus Ton und stellten diesen in einen Behдlter mit der
Magnesiumsulfatlцsung.( Wir wдhlten einen Tontopf, da wir einen
Behдlter, der ionendurchlдssig ist, benцtigten, um einen geschlossenen
Stromkreis zu garantieren.) Als nдchstes befestigten wir die beiden
Metalle (ein Kupferblech und ein Magnesiumband) an je einer
Krokodilsklemme. Die Kabel verbanden wir mit einem Voltmeter. Das
Magnesiumband hielten wir in die Magnesiumsulfatlцsung und das Kupfer in
die Kupfersulfatlцsung. Wir stellten das Voltmeter auf DC
(Gleichspannung) und maЯen eine Spannung von 1.6 Volt.

alvanischen Zelle

Die Magnesiumatome der Magnesiumelektrode geben 2 eЇ in das Kabel ab,(es
entstehen Mg 2+ Ionen) da sich diese mit den Ionen der
Kupfersulfatlцsung verbinden wollen (Kupfer ist edler als Magnesium).
Wдhrend die Elektronen durch das Kabel wandern, gehen die Magnesiumionen
in die Magnesiumsulfatlцsung.

Dieser Vorgang wird wiederholt bis keine Mg-Atome mehr vorhanden sind.

Die Elektronen wandern durch das Kabel zum Kupferblech, doch

da die Kupferatome keine weiteren Elektronen aufnehmen kцnnen, nehmen
die Cu2+ Ionen die e- auf. Es bilden sich Kupferatome und so entsteht an
der Oberflдche des Kupferbleches weiteres Kupfer.

Dieser Vorgang ist erst beendet, wenn keine weiteren Kupferionen in der
Lцsung vorhanden sind oder das Magnesium keine Elektronen mehr hat.

Durch die Bildung der Kupferatome herrscht in der Kupfersulfatlцsung
bald ein Sulfat-Ionenьberschuss, wдhrend in der Magnesiumsulfatlцsung
durch die in Lцsung gegangenen Mg2+Ionen ein Sulfat-Ionenmangel besteht.
Die ьberzдhligen Sulfat-Ionen in der Kupfersulfatlцsung gelangen durch
den Blumentopf (ionendurchlдssig s.o.) in die Magnesiumsulfatlцsung und
gleichen den dort herrschenden Mangel aus. Das Gleichgewicht in den
Lцsungen ist wieder hergestellt und gleichzeitig besteht ein
geschlossener Stromkreis, der zum Stromerzeugen von Nцten ist .

Unsere Freude war riesig, das alles geklappt hatte.

Wir entsorgten das gelцste Kupfersulfat in den Schwermetallsalzabfдllen
unserer Schule, da Kupfer ein Schwermetall ist.

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